Capitolo 12

Kapitel 12

Der Schuss krachte durch die Stille, lauter als erwartet, ein scharfes Reißen der Luft. Die Mündungsblitze erhellte für eine Sekunde Rahns überraschtes Profil, Klaus’ angespannten Nacken, die feuchten Backsteine der Wand.

Die Kugel schlug nicht in Rahn ein.

Sie traf den Arm des Mannes rechts von ihm, der gerade die Pistole von Klaus’ Schläfe wegführte, um auf das Dach zu zielen. Ein kurzer, erstickter Schrei. Die Waffe des Mannes klapperte auf das Pflaster, sein Körper taumelte gegen den Container, eine dunkle Fontäne aus seinem Oberarm spritzend.

Chaos.

Rahn reagierte blitzschnell. Er zerrte Klaus als lebenden Schild vor sich, wich rückwärts in den schmalen Spalt zwischen zwei Lagercontainern. Sein zweiter Mann feuerte blind eine Salve in Richtung des Daches, wo das *Clang* ertönt war – ein Ablenkungsmanöver, jetzt wertlos.

Heinrich war schon in Bewegung. Der Rückstoß der Glock war vertraut, ein alter Freund, der ihn in die Gegenwart riss. Er sprintete nicht auf Rahn zu, sondern seitwärts, auf den verwundeten Handlanger. Der Mann griff mit seiner gesunden Hand nach der am Boden liegenden Pistole. Heinrichs Schuh trat zu, traf das Handgelenk mit einem hörbaren Knacken. Ein weiterer Schrei, diesmal voller Schmerz. Heinrich bückte sich, riss die Waffe an sich, eine schwere SIG Sauer. Er warf einen Blick auf den Mann. Jung, blass, die Augen weit vor Angst. Kein Profi. Einer von Rahns neuen Rekruten vielleicht.

„Bleib liegen“, knurrte Heinrich und richtete die SIG auf den Containerspalt, wo Rahn verschwunden war.

Von oben kam Nadjas Stimme, gedämpft, aber klar. „Links um die Containerreihe! Sie haben ein Fahrzeug!“

Heinrich nickte, obwohl sie es nicht sehen konnte. Sein Herz hämmerte, aber sein Verstand war plötzlich eiskristallklar. Die Müdigkeit, der Schmerz – weggebrannt vom Adrenalin. Er bewegte sich an der Containerwand entlang, die SIG mit beiden Händen umklammert, die Glock im Hosenbund. Der Geruch von Schießpulver und rostigem Metall hing in der Luft.

Als er um die Ecke bog, sah er sie. Ein schwarzer Transporter mit abgeblendeten Scheinwerfern, Hecktüren offen. Rahn schob Klaus, der halb bewusstlos zu sein schien und schwer an den Beinen nachzog, in den Laderaum. Der zweite Handlanger, der das Dach beschossen hatte, stand mit erhobener MP in Deckung der offenen Tür.

Heinrich feuerte nicht. Klaus war im Schussfeld. Stattdessen brüllte er: „Rahn!“

Der Bullige drehte sich um, immer noch einen Arm um Klaus’ Brust geklammert. Sein Gesicht war eine Maske kalkulierter Ruhe. Keine Wut, keine Eile. „Steiner. Du verschwendest meine Zeit.“

„Lass ihn los.“

„Das werde ich. An einem Ort, an dem ihn niemand mehr finden wird.“ Rahns Blick glitt zu seinem Schützen. Ein winziges Nicken.

Heinrich sah die Bewegung im Augenwinkel. Der Mann mit der MP schwenkte die Mündung von der Dachkante auf ihn. Heinrich warf sich zur Seite, hinter einen Stapel alter Holzpaletten, als die ersten Schloss losgingen. Holzsplitter flogen, ein Hagel aus tödlichem Sperrholz. Er roch das frische, nasse Aroma der zerrissenen Paletten.

Dann ein neuer Schuss. Von oben. Präzise. Einmal.
Der Schütze am Transporter stolperte, griff sich an die Schulter, ließ die MP sinken.

Nadja hatte Deckung gegeben.

Heinrich nutzte den Moment. Er sprang aus seiner Deckung, nicht auf Rahn zu, sondern auf den Transporter. Auf den Fahrersitz. Wenn er das Fahrzeug blockieren konnte…

Rahn verstand seine Absicht sofort. Er ließ Klaus los, der wie ein Sandsack gegen den Laderaumboden sackte, und zog selbst eine Waffe – keine Maschinenpistole, eine schlanke, unauffällige Pistole. Er feuerte zweimal. Die Kugeln schlugen in das Fahrzeugblech neben Heinrichs Kopf, hinterließen glänzende Krater.

Heinrich erreichte die Fahrertür. Sie war verschlossen. Er hob die SIG, um die Scheibe einzuschießen.

Da hörte er das Geräusch. Ein leises, surrendes Summen, das schnell lauter wurde. Von der anderen Seite des Hofes rollte ein motorisierter Gabelstapler, ferngesteuert oder von einem unsichtbaren Fahrer, direkt auf den Transporter zu.

Rahn fluchte zum ersten Mal, ein kurzes, hartes Wort. Er sprang vom Heck zurück, zog die Laderaumtüren zu, schlug mit der flachen Hand gegen die Seitenwand des Transporters. „Ab! Jetzt!“

Der Motor des Transporters heulte auf. Die Räder wirbelten Schotter auf. Das Fahrzeug ruckte vorwärts, genau als der Gabelstapler heranraste. Die Gabeln trafen das Heck nicht voll, streiften aber die rechte Seite mit einem markerschütternden Metallkreischen. Dann war der Transporter weg, verschwand in einer dunklen Zufahrtsstraße.

Der Gabelstapler rollte, führerlos, weiter, bis er mit einem dumpfen Schlag gegen eine Mauer krachte und stehen blieb.

Heinrich stand da, keuchend, die SIG gesenkt. Der Stapler. Nadjas Werk. Sie hatte den Transporter nicht stoppen können, aber sie hatte Rahn in die Flucht geschlagen. Und Klaus war immer noch bei ihm. Am Leben.

Nadja rappelte sich neben dem leeren Fahrgestell des Staplers auf. Sie hielt eine kleine, schwarze Fernbedienung in der Hand. Ihr Gesicht war schmutzverschmiert, aber ihre Augen funkelten. „Sie fahren zum Kesselhaus. Müssen sie. Es ist der einzige sichere Ort, den er jetzt noch hat.“

Heinrich ging zu ihr. „Der Verwundete? Der andere?“

„Weg. Als Rahn floh, sind sie aufgesprungen.“ Sie zeigte mit dem Kinn zur anderen Seite. „Der mit dem gebrochenen Handgelenk humpelt noch. Soll ich…?“

„Nein.“ Die Antwort kam sofort. Er war kein Henker. „Die Polizei?“

Nadja lachte kurz und hohl. „Bei dem Lärm? In diesem Viertel? Die kommen erst, wenn alles vorbei ist. Wenn überhaupt.“

Sie hatten Minuten. Vielleicht weniger. Heinrich spürte, wie die Klarheit verblasste, der Schmerz in seinem Bein mit doppelter Wucht zurückkehrte. Er lehnte sich gegen die kalte Wand des Lagerhauses. „Der Stapler… woher?“

„Alte Anlage. Batterie hatte noch Saft.“ Sie musterte ihn. „Du blutest wieder.“

„Ist egal.“ Er schloss die Augen, zwang sein Gehirn, zu arbeiten. Der Transporter. Schwarz. Kein Kennzeichen, das er hätte sehen können. Aber das Kreischen der Gabeln… „Die rechte Seite. Tiefe Kratzer, Delle im Kotflügel. Erkennungsmerkmal.“

Nadja nickte. „Gut. Aber das hilft uns nicht, ihn zu finden. Das Kesselhaus ist groß. Ein Labyrinth. Und er wird jetzt doppelt so viele Wachen haben.“

„Dann müssen wir schlauer sein.“ Heinrich öffnete die Augen. Die sieben Namen. Sie waren immer noch da. Und eine Idee, gefährlich und verzweifelt, begann sich zu formen. „Wir brauchen kein Heer. Wir brauchen ein Schweigen.“

Sie starrte ihn an. Verstand. „Du willst den Köder nehmen. Jetzt.“

„Rahn ist in Bewegung. Unter Druck. Er weiß, dass wir die Liste haben. Dass wir sie nutzen können.“ Heinrich holte das ausgeschaltete Handy hervor. „Drescher hat nicht zurückgerufen. Er ist zu vorsichtig. Oder er hat bereits mit Rahn gesprochen. Wir müssen die Initiative zurückgewinnen. Wir müssen einen der Namen aktivieren, der nicht direkt mit Rahn verbunden ist. Einen, der Angst hat, dass seine Verbindung zu Klaus jetzt ans Licht kommt.“

„Wer?“

Heinrich suchte in seinem Gedächtnis. Nicht Drescher. Nicht Hollweg, den großen Fisch. Einen der kleineren. Einen, der näher dran war. „Kurt Weiland. Zollfahndung, Flughafen Berlin-Tegel.“ Die Details tauchten auf. „Kontonummer in Liechtenstein. Regelmäßige, kleinere Beträge. Nicht für Schutz. Für Informationen. Über Lieferrouten, Zollkontrollen.“

Nadjas Augen verengten sich. „Ein Informant. Nicht Teil des inneren Kreises. Perfekt.“

„Wenn Weiland erfährt, dass Klaus gefangen ist und reden könnte… dass die Liste existiert…“ Heinrich ließ den Satz in der kalten Luft hängen.

„… dann wird er alles tun, um zu verhindern, dass sein Name fällt.“ Nadja vollendete den Gedanken. „Auch wenn das bedeutet, gegen Rahn zu arbeiten.“

Es war ein riesiges Risiko. Weiland konnte direkt zu Rahn laufen. Er konnte einen Hinterhalt legen. Aber es war der einzige Zug, der ihnen noch blieb. Sie hatten keine Truppen, keine Zeit für eine Belagerung. Sie brauchten eine Öffnung. Eine Unruhe in Rahns perfekter Maschinerie.

„Wo finden wir ihn?“, fragte Nadja.

„Laut Dienstplan sollte er Nachtschicht haben. Zollabfertigung, Frachtbereich.“ Heinrich biss sich auf die Lippe. „Aber wir können nicht einfach zum Flughafen marschieren.“

Ein schelmisches, müdes Lächeln erschien auf Nadjas Gesicht. Sie hob die schwarze Fernbedienung des Gabelstaplers. „Wir haben ein Fahrzeug. Und ich kenne einen Weg, auf das Flughafengelände, der nicht in den Büchern steht. Ein altes Zufahrtsgleis für Fracht, stillgelegt, aber nicht bewacht.“

Heinrich musterte den ramponierten Gabelstapler. „Damit?“

„Nein.“ Sie warf die Fernbedienung weg. „Aber es führt an einem kleinen Betriebshof vorbei. Wo sie die Gepäckwagen und… andere Fahrzeuge abstellen.“

Die Bedeutung ihrer Worte sickerte langsam in sein Bewusstsein. Sie wollten auf das Flughafengelände schleichen. Sich ein Fahrzeug beschaffen. Einen Zollbeamten aus seiner Schicht herauslocken oder abfangen. Es war wahnsinnig.

„Es ist unser einziger Schachzug, Steiner“, sagte Nadja leise. Ihre Stimme ließ keinen Raum für Diskussion. „Rahn wird Klaus ins Kesselhaus bringen, verhören, vielleicht sogar versuchen, die Informationen aus ihm herauszupressen. Aber er wird ihn nicht sofort töten. Nicht, solange er glaubt, die Liste kontrollieren zu können. Das gibt uns ein, vielleicht zwei Stunden. Weiland ist der Schlüssel. Er kann uns sagen, wann und wie Lieferungen das Kesselhaus verlassen. Wo die Schwachstellen sind. Vielleicht sogar, wie viele Männer Rahn dort hat.“

Heinrich sah zum Himmel auf. Die ersten grauen Streifen der Dämmerung fraßen sich von Osten her in das Schwarz. Die Nacht schwand. Ihre Deckung schwand mit ihr.

„Dann gehen wir“, sagte er.

Die Fahrt war eine gespenstische Reise durch das industrielle Herz des Westhafens, dann entlang verlassener Gleisanlagen, die von wildem Wein überwuchert waren. Nadja führte sie mit der sicheren Intuition einer Person, die diese Schattenwege kannte. Sie fanden den Betriebshof – ein eingezäuntes Areal mit einigen abgestellten Kleintransportern und Gepäckförderwagen. Das Schloss am Tor war alt. Heinrich brauchte weniger als eine Minute, um es mit einem Stück Draht, den Nadja ihm gab, zu öffnen.

Sie wählten einen unauffälligen, grauen VW-Bus mit der Aufschrift „Flughafendienstleistungen“. Der Schlüssel steckte, wie Nadja vorhergesagt hatte, im Sonnenblendendach.

Heinrich ließ den Motor an. Das leise Summen schien ungeheuer laut in der Stille des Hofes. Er steuerte den Bus zurück auf die Service-Straße, die parallel zur Startbahn verlief. In der Ferne hob ein Flugzeug mit einem markerschütternden Dröhnen ab.

„Wo?“, fragte er.

„Frachtterminal Nord. Parkdeck Ebene 2. Die Zöllner haben dort eine Pausenbaracke. Weiland ist Raucher. Er geht immer gegen vier Uhr raus, an die Ostseite des Decks, wo die Kameras blind sind. Eine Gewohnheit.“ Sie sprach mit der Sicherheit jemandes, der diese Informationen schon einmal gebraucht hatte. Vielleicht für Klaus.

Sie parkten zwischen anderen Dienstfahrzeugen. Der Wind hier oben war eisig und trug den Geruch von Kerosin und kalter Beton. Heinrich fühlte sich entblößt, sichtbar. Sein verwundetes Bein schmerzte bei jedem Schritt. Sie postierten sich im Treppenhaus, mit Blick auf die Ostseite des Decks.

Und sie warteten.

Die Minuten tickten. Heinrich beobachtete die Tür zur Baracke. Männer in Uniform kamen und gingen. Keiner passte auf die Beschreibung, die sein Gedächtnis lieferte: Kurt Weiland, Ende vierzig, schlaksig, ein auffälliger, roter Schnurrbart.

Dann, um 3:57 Uhr, ging die Tür auf.

Der Mann, der heraustrat, war schlaksig. Der Schnurrbart war da, unter einer Hakennase. Er zog eine Packung Zigaretten aus der Jacke, klopfte eine heraus und steckte sie zwischen die Lippen. Sein Gang war müde, abgearbeitet. Er ging direkt zur Brüstung an der windigen Ostseite, drehte den Rücken zu ihnen, zündete die Zigarette an. Die Glut leuchtete hell im Halbdunkel.

Jetzt.

Heinrich und Nadja traten aus dem Schatten des Treppenhauses. Ihre Schritte waren leise auf dem Asphalt, aber Weiland hörte sie oder spürte ihre Präsenz. Er drehte sich langsam um, die Zigarette in der Hand. Seine Augen, klein und wässrig, weiteten sich erst, als er Nadja erkannte. Dann flackerte pure Angst darin auf.

„Du“, hauchte er. Die Zigarette fiel aus seiner Hand, Funken stoben.

„Hallo, Kurt“, sagte Nadja. Ihre Stimme war süß wie Gift. „Wir müssen reden. Über dein Konto in Liechtenstein. Und darüber, was passiert, wenn Viktor Rahn erfährt, dass du der Grund bist, warum seine letzte Lieferung in Polen abgefangen wurde.“

Weilands Gesicht wurde aschfahl. Die Lüge war brillant, gemein und völlig plausibel. Sie traf ihn genau dort, wo er am verwundbarsten war: in seiner Angst, enttarnt und von beiden Seiten gejagt zu werden.

Heinrich trat einen Schritt näher, blockierte den Fluchtweg zurück zur Tür. „Wir wollen nicht dein Geld, Weiland. Wir wollen eine Information. Eine einzige. Dann verschwinden wir, und du kannst deine Geschichte Rahn erzählen – oder auch nicht.“

Der Zöllner sah von einem zum anderen, sein Adamsapfel hüpfte. Er war in der Falle, und er wusste es. „Was… was für eine Information?“

„Das Kesselhaus“, sagte Heinrich. „Die nächste geplante Auslieferung. Wann verlässt sie das Gelände? Und durch welches Tor?“

Weilands Augen wurden noch kleiner. Er wog seine Optionen, die Sekunden dehnten sich. In der Ferne heulte eine Sirene auf, nicht für sie, aber die Assoziation war da. Die Gefahr war real.

Schließlich, geschlagen, ließ seine Schultern sinken. „Heute. Heute Morgen. 6:30 Uhr. Ein Kühllaster, beladen mit Fleisch aus Dänemark. Die Waffen sind in falschen Böden der Kühlcontainer. Sie fahren durch das Nordtor. Das ist das kleinste, am wenigsten kontrollierte.“ Er schluckte trocken. „Rahn fährt selbst mit. Er will die Ladung persönlich übergeben. An jemand Neuen. Jemanden, den selbst Hollweg nicht kennt.“

Heinrich und Nadja tauschten einen Blick. Das war mehr, als sie erhofft hatten. Rahn würde das Kesselhaus verlassen. Mit einem Großteil seiner Bewachung. Klaus würde zurückbleiben. Geschwächt, bewacht, aber erreichbar.

„Wie viele Männer bleiben bei Klaus?“, fragte Nadja scharf.

Weiland zuckte zusammen. „Ich… ich weiß es nicht genau. Vielleicht zwei, drei? Der Rest fährt als Eskorte. Es ist eine wichtige Übergabe.“

6:30 Uhr. Es war jetzt kurz nach vier. Sie hatten zweieinhalb Stunden. Zeit, um einen Plan zu machen. Zeit, um eine Schwachstelle zu finden.

„Du gehst jetzt zurück rein“, sagte Heinrich mit ruhiger, unnachgiebiger Stimme. „Du machst deine Schicht zu Ende. Und du betest, dass wir Erfolg haben. Denn wenn wir scheitern und Rahn überlebt, wird er wissen, dass nur du uns diese Information geben konntest.“

Die Drohung hing in der eisigen Luft. Weiland nickte mehrmals, schnell, wie ein Puppe. Dann drehte er sich um und hastete zurück zur Baracke, seine Schultern eingezogen, als erwarte er jeden Moment einen Schuss in den Rücken.

Heinrich sah Nadja an. Der erste, blasse Schimmer der Morgendämmerung malte einen kalten Streifen über ihr Gesicht. „Ein Kühllaster. Nordtor. 6:30.“

„Rahn verlässt das Nest“, flüsterte sie. Ein gefährliches Funkeln lag in ihren Augen. Es war der Funke einer Chance. Winzig, verwundbar, aber real.

„Dann müssen wir da sein, wenn es leer ist“, sagte Heinrich.

Sie wandten sich zum Treppenhaus, zum gestohlenen Bus, zur letzten Fahrt. Die Nacht war fast vorbei. Das Spiel ging in die letzte Runde.